Andreas Merkendorf
© Thomas Schmidt
Andreas Merkendorf
- Kulturdezernent der Stadt Herne
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde experimenteller Klangkunst,
ich freue mich sehr, Sie in Herne zum Festival BLAUES RAUSCHEN begrüßen zu dürfen. Das Festival steht für eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Wechselwirkungen zwischen Musik, Technologie und digitaler Kultur und bringt internationale Positionen der zeitgenössischen Klangkunst in die Städte des Ruhrgebiets.
Der Alter Wartesaal im Herner Bahnhof ist nicht nur Ausstellungsraum, sondern gehört mittlerweile zu den charakteristischen Spielorten für experimentelle Musik in der Region. Der historische Raum ermöglicht eine konzentrierte Hörsituation, in der sich Klang, Raum und Wahrnehmung unmittelbar entfalten können. Mit den sorgfältig kuratierten Projekten der internationalen Künstler*innen begegnen sich an diesem Abend technisch und kreativ herausragende Arbeiten, die Transformationen zwischen Körper, Technologie und Umwelt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
Wasser, lernende Maschinen und technische Erweiterungen des Körpers werden zu Ausgangspunkten klanglicher Prozesse, in denen physikalische, digitale und körperliche Ebenen miteinander in Beziehung treten. Was die jeweiligen Ergebnisse dieser forschenden Prozesse angeht: Sie bleiben offen, entstehen im Augenblick, verändern sich dabei stetig. Das Publikum bleibt dabei im gespannten Zustand der Konzentration und Verarbeitung.
Solche Formate sind auch kulturpolitisch bedeutsam für Herne. Unsere Stadt versteht Kultur als offenen Raum für Innovation, Teilhabe und neue künstlerische Perspektiven. Orte wie der Alte Wartesaal zeigen, wie historische Räume zu lebendigen Plattformen für aktuelle internationale Kunstexperimente werden können.
Ich danke allen Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Festivalteam und wünsche Ihnen einen inspirierenden Abend.
© Thomas Schmidt