© Lissi Savin

Christian Rosales Fonseca

FR // 29. MAI

20:45

SZENE 10
Girardetstraße 10
45131 Essen

Eintritt
Vorverkauf: 15,– /ermäßigt 10,–
Abendkasse: 17,– /ermäßigt 12,–

© Lissi Savin

Christian Rosales Fonseca

Postkoloniale Verschiebungen: Die asymetrischen Machtverhältnisse des globalen Kunstbetriebs nimmt Christian Rosales Fonseca ins Visier. Seine multimediale Performance „Ezuakakne“ basiert auf drei Videos und einer Vielzahl von Field Recordings, die Fonseca in seiner Heimat Kolumbien gesammelt hat. Im Zentrum steht die Suche nach Klangmaterial – Liedern, Sprachfragmenten, Ritualspuren –, das im Zuge kolonialer Gewalt aus indigenen Communities verdrängt wurde. Paradoxerweise wurden Überreste dieser Kulturpraktiken ausgerechnet durch „koloniale“ Aufnahmetechniken konserviert und archiviert. Dieser dialektischen Verschränkung von Auslöschung und Bewahrung nähert sich Rosales Fonseca mit Samplern und E-Gitarre: Als klangarchäologische Praxis, die Erinnerung nicht rekonstruiert, sondern reaktiviert.

Christian Rosales Fonseca wurde 1993 in Bogotá geboren und lebt und arbeitet heute in Bremen, wo er an der Hochschule für Künste lehrt und forscht. Als Komponist und Improviser widmet er sich politischen, sozialen und kulturellen Dimensionen (post-)kolonialer Beziehungen zwischen indigenen, präkolumbianischen und europäischen Communities. Insbesondere das Volk der Kágaba (Kogui) steht im Fokus seiner durch Musikfonds und Bremer Senat geförderten Projekte. Er ist Teil mehrerer Experimentalmusik-Kollektive, darunter INCOMODO, CROMBF und KLANK.

FR // 29. MAI

20:45

SZENE 10
Girardetstraße 10
45131 Essen

Eintritt
Vorverkauf: 15,– /ermäßigt 10,–
Abendkasse: 17,– /ermäßigt 12,–